Schweigen ist gold hat meine Grossmutter, Mutter und Lehrerin in der Schule mir gesagt… und noch viele andere Menschen. Dieses Wissen ist seit Jahrhunderten und sogar Jahrtausenden als Weisheit der Völker in verschiedenen Sprachen mündlich weitergegeben worden.

Aber wie schwer ist es zu schweigen, wenn alles drinnen nicht ausgehalten werden kann! Kränkung, Angst, Wut, Selbstmitleid und Frustration kommen zusammen in eine Mischung, welche alles Lebendige um sich herum verbrennt, wenn sie ausbricht.

Jeder, der den Mut hatte, alles, was er denkt und fühlt in das Gesicht des Täters, zu sagen, wird selbst an einem gewissen Punkt der Angreifer, den die Menschen beginnen aus Angst zu meiden. Aggression erzeugt Aggression. Das ist der Weg zur Einsamkeit und Isolation.

Wer schweigt und alle oben genannten Gefühle „verschluckt“, um für sich zu behalten, was noch gibt, und den Konflikt zu vermeiden, wird krank, depressiv, gedemütigt, deprimiert, unsicher und enttäuscht. Das führt leider auch zur Einsamkeit und Isolation.

Keiner dieser Ansätze wird zu Erfolg führen und wenn wir das „Opfer“ oder den „Täter“ auch weiterhin spielen, kann das Ende einfach vorhergesagt werden sein, indem man die Generation vor uns anschaut.

Wie kann man dann so sprechen, dass man gehört wird!? Dieses Problem wurde von dem Psychologen Carl R. Rogers (Carl Ransom Rogers), der sich dem Humanismus, den sozialen Fragen und der Politik der Freiheit gewidmet, und dem Gründer der Methode der gewaltfreien Kommunikation Marshall B. Rosenberg (Marshall Bertram Rosenberg) studiert.

Die Kunst der Kommunikation muss gelernt werden. Dies ist ein komplexer Prozess der Veränderung der Reaktionen, die bereits in uns existieren (antworten mit Aufregung oder Schweigen).

Wenn wir bewusst, mit einer Ich-Botschaft, in einer ruhigen Stimme und lösungsorientiert sprechen, dann wird jeder Konflikt gelöst, bevor er beginnt. Aber was können wir mit den Emotionen tun, die explodieren?!?!

Gerade in diesem Fall ist Schweigen ein Gold! Alles, was in so einem emotionalen Zustand gesagt wird, wird ein negatives Resultat haben. Das Erste, was zu tun ist, eine Pause zu machen! Dann ist es notwendig, Emotionen und Gefühle in Ordnung zu bringen: atmen,tanzen, springen, 100 Sit-ups tun, schnell in den Wald gehen und alles rausschreien, im Tagebuch Notiz machen oder eine Vertrauensperson anrufen, die weiss, wie man eine Person in einer solchen Situation stabilisieren kann. Schliesslich hat die nonverbale Sprache die gleiche Macht, wie die gesprochenen Worte. Wenn wir schweigen, aber schon Funken aus unseren Augen und ausdehnende Nasenlöcher aus Wut haben, dann ist es hier ohne Worte alles klar. Am Schluss muss man eine Nachricht so formulieren, dass sie gehört, akzeptiert und zum Handeln aufgefordert wird.

Man muss reden! Dafür haben wir die Zunge bekommen! Aber wir haben auch einen Intellekt bekommen, um das richtig zu machen.